Es gibt wohl nur wenige Musikarten, die derart polarisierend und dabei so entspannt rüberkommen wie Jazz. Die Faszination dieser Musik scheint sich über Jahre hinweg manifestiert zu haben, sodass diese Sparte aus den verrauchten Clubs der Upper East Side von New York nach und nach den Weg ins alte, verschlafene Europa gefunden hat, auch dank der Erfolgsgeschichten von John Coltrane und anderen Virtuosen der Musik. Was genau aber macht diese Musik so anders als andere Musikrichtungen? Und wie wirkt sich das auf den langen und weltweit gehyped Festivalsommer aus, der aktuell schon mitten in Action ist? Eine Bestandsaufnahme.

Vom: 19.08.2019 // Kategorie: Musik

Die Jazzlegende John Coltrane inspirierte die Musikwelt mit seinem einzigartigen Saxophonspiel nachhaltig
Its time to discover Jazz

Pop, Rock und selbst Blues sind zwar alles Genres, die auf ihre eigene Art und Weise von Leiden und Leben singen, aber es scheint wirklich nur Jazz zu sein, was auf so einnehmende Wege von dem Leiden des Lebens erzählt.

John Coltrane etwa hat es geschafft, dass wir auch heute in 2019 die harte Realität der US-Amerikanischen Südstaaten musikalisch kennenlernen. Auch wenn wir selber uns kaum vorstellen können, wie die Zeiten wirklich gewesen sind. Es ist diese Form der Melancholie die sich beim Zuhören einstellt.

Ähnlich wie bei portugiesischen Fado oder dem beliebten Bossa-Nova wird von einer Zeit berichtet, die voller Herzschmerz und Verlangen, aber gleichzeitig auch von einer Zeit der Ungerechtigkeit spricht.

Es überrascht daher wenig, dass vor Allem afroamerikanische Musiker in diesem Genre zu Ruhm gekommen sind, denn das Leiden der schwarzen Bevölkerung Amerikas ist auch heute noch ein zentraler Aspekt in der Musik, ähnlich wie es etwa die 90er Generation mit Hip-Hop gemacht hat.

Beim Jazz darf das Saxophon nicht fehlen
Jazz in Europa

Der Jazz ist in Europa nicht unbedingt zuhause ist, aber mittlerweile als Familienmitglied aufgenommen worden ist.

Bereits in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde diese Musikform auch hier immer beliebter, kam aber erst nach dem Ende des 2. Weltkriegs voll zur Geltung, auch bedingt durch die dann vorherrschende Tristesse des geplagten Kontinents.

Seitdem aber hat sich das Genre so weit entwickelt, dass sich nun bereits komplette Festivals mit Jazz befassen. Denn der stets belebende Festivalsommer in Europa gehört mit zu den spannendsten seiner Art.

Besonders jene Konzerte, die in den altehrwürdigen Arenas Italiens und Spanien stattfinden ziehen regelmäßig wieder zig Tausende Menschen in ihren Bann, denn sowohl Akustik als auch Geschichte sind wichtige Aspekte von hochwertiger Jazz Musik.

In New Orleans ist der Jazz zuhause
Jazz in Nordamerika

Nebst Europa haben aber auch vor Allem die Vereinigten Staaten und Kanada eine lebendige und vielschichtige Jazz Geschichte, die auch heute noch aktiv ist.

New Orleans etwa ist die absolute Hochburg für alles was mit Jazz zu tun hat, auch dank des französischen und kreolischen Einflusses der Vergangenheit.

Wer aber auf der Suche nach dem vielleicht besten und vielseitigstem Jazz Festival der Welt ist, der sollte sich gen Kanada wenden. Denn hier findet jedes Jahr zum Ende Juni das Festival International de Jazz de Montréal statt, welches nationale wie internationale Superstars präsentiert.

Wer es hierhin geschafft hat, der gehört zur musikalischen Elite eines Genres, welches mit kleinen Schritten angefangen hat, um sich heute als Teil eines globalen Phänomens feiern zu lassen.

Foto: Shutterstock (4)



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