An dieser Frage scheiden sich die Geister: Kann man sich besser konzentrieren, wenn man Musik hört oder bei Stille? Jeder hat hier eine ganz persönliche Vorlieben, denn jeder kann sich bei anderen Bedingungen besser oder schlechter konzentrieren. Als Musik-Fans könnt ihr euch schon vorstellen, wie das hier bei der SMAG ist. Viele würden jetzt wahrscheinlich gern hören, dass schon zahlreiche Studien belegen konnten, dass Musik die Konzentration beflügelt und uns zur Höchstleistung antreibt. Leider ist es jedoch nicht ganz so eindeutig, wie sich das viele von uns gedacht haben.

Vom: 11.01.2021 // Kategorie: Feature, Interview | Magazin

Hoechste Konzentration erzielen: besser mit Musik oder lieber in Stille?
Musik beim Konzentrieren, ja oder nein?

Zahlreiche Studien haben sich bereits mit der Thematik beschäftigt, doch sie kommen soweit nicht auf einen Nenner. So ergab beispielsweise eine Studie aus den 1990er Jahren, dass klassische Musik die Leistungsfähigkeit und sogar die Intelligenz erhöhen soll und man bei klassischen Kompositionen verschiedene Aufgaben besser lösen könne.

»Mozart macht schlau!« war ein Ausruf der damaligen Zeit. In der Zwischenzeit konnte dieser sogenannte "Mozart-Effekt" jedoch widerlegt werden. Keine weitere Studie konnte diesen Effekt bestätigen, sodass es wohl nur ein Mythos bleiben wird. Diverse weitere Studien wurden ebenfalls unternommen, um herauszufinden, ob Musik die Konzentration fördert oder gar stört. Doch eine eindeutige Antwort scheint es bisher nicht zu geben.

Die Frage, ob Musik zum Konzentrieren besser ist oder nicht, kann somit nicht mit einem klaren »Ja« oder »Nein« beantwortet werden. Was jedoch bereits bestätigt wurde, ist, dass Musik bei monotonen, sich wiederholenden Arbeiten die Leistungsfähigkeit erhöhen kann. Dies zum Beispiel, wenn man am Laufband arbeitet oder auch Tätigkeiten am PC ausführt, wo der Kopf nur kaum beansprucht wird.

Hoechste Konzentration erzielen: besser mit Musik oder lieber in Stille?
Hintergrundgeräusche mit Musik überdecken

Auch wenn Konzentration gefordert ist, kann Musik unterstützen; denn wer in einem stillen Raum sitzt, fühlt sich oft unwohl. Je ruhiger es ist, desto lauter werden Hintergrundgeräusche jedweder Art. Sei es der tropfende Wasserhahn, der Verkehr auf der Straße oder auch das Atmen des Kollegen. In Situationen mit vielen Umgebungsgeräuschen kann Musik dabei helfen, diese zu überdecken, um Ablenkungen zu reduzieren.

Ein Beispiel, wo man dies sieht, ist der Poker-Tisch. Besonders beim Turnier wird den Spielern höchste Konzentration abverlangt. Viele professionelle Spieler haben daher Kopfhörer in den Ohren, um sich ganz auf das Spiel konzentrieren zu können. Besonders wenn man gerade mit einer High Card, einer der niedrigwertigen Poker Hände im Kartenspiel, einen meisterhaften Bluff hinlegt, kann man sich nicht von blöden Kommentaren der Gegenspieler oder Gesprächen im Hintergrund ablenken lassen. Hier kann die Musik Wunder bewirken, um die Umwelt auszuschalten und im Konzentrationstunnel zu verschwinden.

Dies sieht man zudem auch häufig in Büroräumen oder beim Arbeiten im Café. Wo sich Kollegen oder Tischnachbarn lauthals unterhalten, kann sich schließlich keiner konzentrieren. Wir haben als Menschen in der Regel den Drang, hinzuhören, um zu verstehen, was gesagt wird. Doch was tatsächlich gerade vor uns liegt, worauf wir uns eigentlich konzentrieren sollten, fällt dann schnell hinten ab.

Hoechste Konzentration erzielen: besser mit Musik oder lieber in Stille?
Auf die richtigen Tunes kommt es an

Wer die Musik aufdreht, um die Umgebung herunter zu drehen, sollte darauf achten, dass es auch die richtige Musik spielt. Wenn man jetzt einen Song des Lieblingsinterpreten einschaltet und am liebsten alle Texte laut mitsingen möchte, dann ersetzt man nur das Gespräch im Hintergrund durch ein musikalisches »Gespräch« mit dem Sänger im Vordergrund. Von daher wird empfohlen, auf Musik zurückzugreifen, die keine oder nur wenig Text enthält.

Eine geniale Playlist dazu liefert uns der Niederländer Sandeep mit seinem Chillout-Set »Whoosah Summer Chill Out Session 2014«. Mit ruhigen Beats und sanften Klängen kann man nicht nur einfach entspannen, sondern auch die Konzentration beflügeln. Wenn wir schon beim Thema der sanften Musik sind: Wer es genau nimmt, sollte Tunes mit etwa 60 Schlägen pro Minute wählen. Denn das ist der Rhythmus des Herzschlags und hilft erwiesenermaßen, sich zu entspannen.

Wer dagegen hektische Heavy-Metal-Musik einschaltet, fühlt sich glatt gestresst und kann sich schlechter konzentrieren. Auch Natursounds sollen zudem dazu beitragen, dass man sich wohler fühlt. Ganz nach dem Motto »Natur tut gut«, wirken sich Songs, die beispielsweise plätschernden Regen oder zwitschernde Vögel enthalten, positiv auf unser allgemeines Wohlbefinden aus. Dadurch klappt es auch gleich mit der Konzentration besser.

Musik beim Konzentrieren, ja oder nein? Wie seht ihr das? Eine klare Antwort gibt es auf die Frage nicht. Auf jeden Fall sind jedoch ruhigere Tracks ohne Text zu empfehlen, wenn es darum geht, sich zu konzentrieren. Aber: Hier muss immer noch jeder ganz für sich entscheiden und selbst herausfinden, was für einen persönlich am besten funktioniert.

Foto: Piotr Cichosz - Unsplash (1), Shutterstock (3)

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