Auf seinem Debütalbum »Synesthesia« trifft elektronische Musik auf durchdachte Live-Aufnahmen. Knapp ein Jahr lang tüftelte Frans Zimmer an der richtigen Mischung, um seinen Live-Sets auf einem Album gerecht zu werden. Deshalb ist das Album auch nicht einfach an einem Rechner entstanden, sondern ganz klassisch mit Musikern im Studio.

Vom: 06.06.2014 // Kategorie: Feature, Interview | Musik

Der Kreuzberger Frans Zimmer hat etwas geschafft, wovon andere nur träumen. Über die letzten acht Jahre ist er unter dem Künstlernamen »Alle Farben« zu einer Größe der heimischen und internationalen Musikszene herangewachsen. Seine Sets bringen sogar tanzscheue Zeitgenossen dazu, mindestens mit dem Fuß zu wippen.

Für seinen einzigartigen Sound vereint er Komponenten und Musikrichtungen, die auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben. Er überschreitet Grenzen, adaptiert bekannte Klassiker und formiert sie zu elektronischer Tanzmusik. Seine aktuelle Single »She Wants (Far Away)« feat. Graham Candy entwickelt sich gerade zum Sommer-Hit 2014, nun legt er mit »Synesthesia« ein farbenfrohes Debütalbum vor. SMAG fragte nach!

SMAG: Wie kam es zu deinem Namen - der inzwischen ja fast jedem geläufig sein müsste?
Frans: Ganz am Anfang hieß ich »Hundert Farben«, inspiriert von Friedensreich Hundertwasser; ein Künstler, der mir immer gefielt. Das hat sich dann mit der Zeit entwickelt und irgendwann wurde "Alle Farben" daraus. Ich bin sehr glücklich mit dieser Namenswahl und glaube, er passt mehr als je zuvor zu mir, weil ich mit meinem Namen gewachsen bin - und andersrum. Es ging alles Hand in Hand - dadurch, dass ich viele Musikrichtungen zusammenbringe, passt der Name gut.

Dein Debütalbum »Synesthesia« steht in den Startlöchern und wird als Album des Sommers 2014 gehandelt. Welche Bedeutung hat es für dich?
Ich wollte schon lange ein Album machen, aber ich musste erst mal auf ein Level kommen, auf dem ich gut genug bin, um meinen eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Dadurch, dass ich meinen Namen vordergründig durchs Auflegen erspielt habe und erst zweitrangig durch meine Produktionen, lag der Fokus anders als bei einem typischen Musiker. Insgesamt denke ich, dass ein Album schon viel früher rausgekommen wäre, wenn ich selber und andere Leute nicht so viele Erwartungen gesetzt hätten. So aber haben wir etwas geschaffen, das diesen Erwartungen gerecht wird, vielleicht überrasche ich die Leute sogar auf eine neue Weise.

Mit der ersten Single des Albums »She Moves (Far Away)« hast Du, mit dem neuseeländischen Singer-Songwriter Graham Candy, einen Anwärter auf den Sommerhit 2014 im Rennen. Wie sind die bisherigen Reaktionen?
Ich nehme geteilte Meinungen wahr. Ich glaube, es war ein mutiger Schritt - raus aus dem Club. Aber es war auch eine sehr bewusste Entscheidung. Ich wollte etwas Neues machen, ich wollte den Band-Charakter, die Zusammenarbeit mit Instrumentalisten und dem Sänger in den Vordergrund stellen. Dafür kommt das sehr gut an. Es läuft - keine Frage! Es freut mich natürlich, denn das ist doch genau das, was jeder Künstler möchte, dass seine Musik gemocht wird und man sich jemand mit ihr auseinandersetzt.

Was steht in nächster Zeit bei dir an? Welche Ziele verfolgst du jetzt?
Ehrlich gesagt habe ich jetzt erst mal Bock auf den Festivalsommer. Das Album ist fertig. Ich setze gerade meinen Lebensfokus auf die Festivals, weil ich mich echt sehr darauf freue. Auf das nächste Jahr oder für die weitere Zukunft bin ich gespannt, was es noch so gibt - was die Zukunft für mich bereit hält? Wo ich hinreisen kann? Was es für Festivals auf der Welt gibt, die vielleicht interessant für mich wären und vielleicht außerhalb der normalen Festivalnormen liegen. Vielleicht mal irgendwo auf einer kleinen Insel. Ich weiß es nicht, aber ich will gerne sehen, was es gibt.

www.alle-farben.com

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